Im Interview: Leif Kubenka aus Krefeld – sektoraler Heilpraktiker für Physiotherapie

Schmerzhafte Verspannungen, Fehlhaltungen und Bewegungsmangel – wenn der Rücken Ärger macht, ist man in seiner Lebensweise enorm eingeschränkt. Rückenbeschwerden werden jedoch häufig als harmlos abgestempelt, was im Falle eines chronischen Schmerzes zum Verhängnis werden kann. Wir haben den sektoralen Heilpraktiker für Physiotherapie Leif Kubenka aus Krefeld unter anderem zu den häufigsten Auslösern für Rückenschmerzen befragt.

  1. Was sind die größten Erfolgserlebnisse? Gibt es eine Situation, die Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?
    Eine bestimmte Situation fällt mir auf Anhieb nicht ein. Ich denke aber, dass jede Genesung ein besonderes Erfolgserlebnis für uns ist. Dadurch, dass wir verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Krankheitsbildern individuell behandeln, haben wir mit jedem Patienten eine ganz persönliche Erfolgsgeschichte. Häufig sind es auch die kleinen Dinge, die uns im Joballtag eine Menge Freude bereitet. Das höchste Lob für uns, ist das Wohlbefinden unserer Patienten.
  2. Was denken Sie, schätzen Ihre Patienten am meisten an Ihnen?
    Wir legen besonders viel Wert auf einen persönlichen Kontakt zu unseren Patienten. Dementsprechend steht ein umfassendes Gespräch für eine bestmögliche Genesung im Fokus. Dadurch schaffen wir eine grundlegende Vertrauensbasis und können an dieser Stelle mit diversen Therapieformen anknüpfen. Wir betrachten den Menschen als Ganzes und berücksichtigen in unserer Arbeit persönliche Anliegen. Durch die Zusatzqualifikation des sektoralen Heilpraktikers im Bereich der Physiotherapie wird die Krankheitsdiagnose von mir, als Physiotherapeuten vorgenommen.
    Dementsprechend sparen sich unsere Patienten eine lange Wartezeit beim Arzt und können von einer effektiven Behandlung profitieren. Denn: Diagnose, Rezept und darauffolgende Therapieformen finden alle unter einem Dach statt. Unser Motto gilt seit 1975: „Nur das Beste für Sie, ist gerade gut genug für uns“ – und das kommt auch bei unseren Patienten an.
  3. Wie kamen Sie dazu, sich zusätzlich im heilpraktischen Bereich zu spezialisieren?
    Angefangen hat das Ganze 1997 mit der Zulassung zum Physiotherapeuten. Darauf folgten weitere Zertifikatsausbildungen in den Bereichen Vojita für Erwachsene und Kinder, PNF, Craniosacraltherapie, Manuelle Therapie und Kinesiotaping. Seit 2009 gilt der sektorale Heilpraktiker als eine neue Zusatzqualifikation für staatlich anerkannte sowie diplomierte Physiotherapeuten. Demnach habe ich mich kurze Zeit später gemeinsam mit meiner Frau den verschiedenen Bereichen des Therapeutischen Reitens gewidmet. Somit können wir unseren Patienten ein umfassendes Leistungsportfolio bieten, worüber ich sehr glücklich bin.
  4. Was kann man selbst am besten gegen Rückenbeschwerden tun und was sind die häufigsten Auslöser dafür?
    Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Beschwerden. Hierbei ist es zunächst einmal wichtig, chronische von kurzfristigen Rückenschmerzen zu unterschieden. Vor allem bei chronischen Beschwerden ist eine häufige Ursache psychischer Stress. Auch Bewegungsmangel kann zu Muskelverspannungen führen und diese können wiederrum Schmerzen im Rückenbereich auslösen. Auch eine falsche Haltung oder ein schlechter Schlaf sind hierbei ebenfalls nicht auszuschließen. Um den Beschwerden genauer auf den Grund zu gehen, sollte man für eine Diagnose und eine bestmögliche Genesung einem kompetenten Physiotherapeuten vertrauen.
  5. Gibt es spezielle Therapiemethoden, die Sie besonders häufig anwenden, wenn ja welche und warum?
    Hauptsächlich betreue ich unsere Patienten im Bereich der Hippotherapie und Hippopädagogik. Vom heilpädagogischen Voltigieren und Reiten bis hin zur Hippotherapie als Sport für Behinderte: Die Therapieformen sind dank ihrer einzigartigen Wirkungsweise eine essentielle Ergänzung zu anderen Methoden. Hierbei dient das Pferd („Hippos“) als therapeutisches Medium, welches mehrdimensionale Schwungimpulse auf den Patienten überträgt. Diese rhythmischen Impulse werden mithilfe des Patienten und der entsprechende Bewegungskorrektur stimuliert. Darunter fällt beispielsweise die Stimulation von Gleichgewicht, Tonusregulierung, Koordination, Muskelkräftigung und Symmetrie in den Bewegungen. Diese Therapieform wird hauptsächlich bei neurologischen Bewegungsstörungen und Kindern mit frühkindlichen Hirnschädigungen angewandt. Hierbei gilt unser Leitsatz: „Leben ist Bewegung, und Bewegung ist Leben“