Was ist Low Carb?

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Die Sonne strahlt, der Strand ruft und wie jedes Jahr heißt es: Der überflüssige Speck muss weg. Die Gespräche der Menschen drehen sich nun immer häufiger um das Thema Diät. Doch welche ist sinnvoll beziehungsweise effektiv? Zwischen vielen verschiedenen Diätvarianten sticht ein Begriff seit längerer Zeit hervor. Die Rede ist von Low Carb. Doch was verbirgt sich hinter der Trenddiät, die mittlerweile auch ganz Hollywood in ihren Bann gezogen hat?

Low Carb kommt aus dem Englischen und bedeutet „Kohlenhydratminimierung“. Gemeint sind damit verschiedene Ernährungsformen oder Diäten, die bei der täglichen Nahrungsaufnahme weitestgehend auf Kohlenhydrate verzichten. Ziel dabei ist die Gewichtsabnahme. Die Ernährungsumstellung auf Low Carb kann ebenso als Therapie einer Stoffwechselerkrankung eingesetzt werden. Viele erhoffen sich eine positive Auswirkung auf die Gesundheit. In der Low Carb Ernährung werden die wegfallenden Kohlenhydrate durch Proteine und Fette ersetzt. Die Mahlzeiten bestehen überwiegend aus Gemüse, Milchprodukten, Fisch, Fleisch und ausgewählten Obstsorten.

Es gibt mehrere Formen der Low Carb Ernährung. Eine ist die ketogene Diät. Hier wird fast ganz auf Kohlenhydrate verzichtet. Die bekannte Atkins-Diät folgt diesem Ansatz. Bei einigen anderen Formen soll jedoch nur die Zufuhr von Kohlenhydraten mit hohem glykämischen Index vermieden werden. Eine bekannte Variante ist die Glyx-Diät.

Welche Wirkung hat Low Carb auf den Körper?

Eine kohlenhydratarme Ernährung bewirkt eine Stoffwechselumstellung im Körper. Das geschieht durch folgenden Prozess: Einfachzucker wie Glucose und Fructose im Blut dienen dem Körper als Energieträger und können direkt mit der Nahrung aufgenommen werden. Kohlenhydrate, wie sie zum Beispiel in Getreide und Kartoffeln enthalten sind, werden vom Verdauungssystem in verwertbare Einfachzucker umgewandelt. Fette hingegen haben zwar eine hohe Energiedichte, sprich Kalorien, sind aber schwieriger vom Körper zu verwerten. Nimmt der Körper nicht genügend Kohlenhydrate zu sich, wird er schließlich gezwungen, seinen Stoffwechsel umzustellen. Das bedeutet, der Organismus in der Leber stellt aus den vorhandenen Fettreserven körpereigene Energieträger her, die sogenannten Ketogene. Diese werden dem Körper als alternative Energielieferanten zur Verfügung gestellt.

Der Insulinspiegel sinkt und es kommt zu einer vermehrten Ausschüttung des Hormons Glucagon. Es hat die Aufgabe den Blutzuckerspiegel zu erhöhen, wodurch Energiespeicher wie die Fette angegriffen und abgebaut werden. Dieser Vorgang hat die gewünschte Gewichtsreduktion zur Folge. Ein stärkeres oder früheres Sättigungsgefühl durch den hohen Eiweißanteil in der Nahrung fördert dabei ebenfalls die Gewichtsabnahme. Um den Effekt der Low-Carb-Ernährung zu optimieren, wird Sport als weitere Maßnahme empfohlen. Er soll den Energieverbrauch erhöhen, um die Fettverbrennung zusätzlich zu steigern.

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