Dysphagie verursacht durch einen Schlaganfall

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Wir schlucken am Tag zig Mal. Wie wichtig dieser Vorgang ist, merken wir erst, wenn wir ihn nicht mehr ohne Weiteres ausführen können. Die Dysphagie, eine Störung des Schluckvorgangs, kann unter anderem bei neurologischen Erkrankungen wie einem Schlaganfall vorliegen. Eine logopädische Therapie zielt darauf ab, die Fähigkeit des Schluckens mithilfe verschiedener Techniken zu trainieren und wiederherzustellen.

Essen und Trinken sind lebensnotwendig. Beides ist nicht mehr einwandfrei möglich, wenn das Schlucken Probleme bereitet. Schluckstörungen (Dysphagien) betreffen die Abläufe der Nahrungsaufnahme im Mund. Hieran sind zahlreiche Muskeln beteiligt, die vom Gehirn in ihrer Funktionsweise und Koordination gesteuert werden. Eine neurologische Erkrankung wie ein Schlaganfall schränkt diese Vorgänge ein und reduziert nicht nur die Lebensqualität.

Lebensnotwendiger Vorgang

Essen und Trinken sind lebensnotwendig. Wenn das Schlucken Probleme bereitet, wird nicht nur die Nahrungsaufnahme erschwert, sondern es entstehen lebensbedrohliche Risiken. Vor allem Schlaganfallpatienten sind häufig von Schluckbeschwerden betroffen. Da mit ihnen das Risiko des Verschluckens von Speisen oder Getränken verbunden ist und es in Folge zu einer Lungenentzündung kommen kann, müssen diese unbedingt therapiert werden. Weitere Symptome können verursacht durch die gestörte Nahrungsaufnahme starker Feuchtigkeits- und Gewichtsverlust sein. Im schlimmsten Fall kann eine Schluckstörung den Erstickungstod bedeuten, weiß die Logopädin Sandra Futterknecht. Die Schluckbeschwerden nach einem Schlaganfall werden hauptsächlich durch Beeinträchtigungen bestimmter Gehirnareale und -nerven verursacht, die die komplexen Mechanismen des Schluckens steuern. Sensorische und motorische Fehlfunktionen im Gehirn führen bei Schlaganfallpatienten dazu, dass der Schluckvorgang nicht mehr richtig koordiniert werden kann. Die logopädische Behandlung einer Schluckstörung zielt darauf ab, die Nahrungsaufnahme zu erleichtern und das Risiko einer Aspiration zu reduzieren. Hierzu werden verschiedene Techniken erlernt. Zudem ist es wichtig, die am Schlucken beteiligten Muskeln dauerhaft zu kräftigen. Der Einsatz von Ess- und Trinkhilfen kann ebenso infrage kommen. Gezielte Maßnahmen zum Training der richtigen Körperhaltung sowie Schutztechniken reduzieren das Aspirationsrisiko. In der fortgeschrittenen Phase der Schluckstörung kommen verschiedene Techniken zum Einsatz, die dem Betroffenen ermöglichen, Funktionen des Schluckvorgangs wieder herzustellen. Dies wird mithilfe von gezielten Schluck-, Stimulations- und Bewegungsübungen erreicht. Die logopädische Behandlung muss jedoch immer wieder an den Zustand des Patienten angepasst werden, um eine optimale Versorgung und Therapie sicherzustellen. Die Therapiedauer variiert je nach Stärke und Verlauf der Schluckstörung und erfolgt in der Praxis für Logopädie Futterknecht in Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten.

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