Im Interview: Tierarzt Dr. med. vet. Ole Heinzelmann

  1. Sehr geehrter Herr Dr. Heinzelmann, eine Tierarztpraxis aufzubauen, erfordern neben Ausbildung und medizinischer Qualifikation ein hohes Maß an Leidenschaft und Tierliebe. Wie hat sich das bei Ihnen entwickelt, von Kindesbeinen an vernarrt in Tiere?
    Ja. Ich stamme von einem kleinen Bauernhof mit Kühen, Schweinen, Hühnern, Tauben, Pfauen, Fasanen, Enten, Gänsen, Pferden, Hunden und Katzen. Schon als Kind habe ich mich mit meinem Vater zusammen um Ferkel, Kälber und Fohlen gekümmert, Eier mit dem Brutapparat ausgebrütet und Küken aufgezogen. Es kamen für mich nur Landwirtschaft oder Tierarzt als Beruf in Frage.
  2. Tierhomöopathie ist ein Schwerpunkt in Ihrer Praxis. Welchen Stellenwert hat Naturheilkunde in Ihrer Praxis? Die sinnvollere Methode, eine Alternative oder ideale Ergänzung zur klassischen Medizin?
    Die Homöopathie und immer mehr auch die Akupunktur und Bioresonanztherapie nehmen den Großteil meiner Tätigkeit ein. Ich sehe die Naturheilkunde als gute Alternative hauptsächlich bei chronischen Krankheiten, wo die Schulmedizin häufig nur Symptome bekämpfen bzw. lindern kann. Die Akupunktur kann sehr schön chronische Schmerzen lindern und im Akutfall auch sehr hilfreich sein ohne die bekannten Nebenwirkungen der Schmerzmittel. Die Homöopathie kann auch bei akuten Krankheiten sehr schnell wirken, wenn das Krankheitsbild und das Arzneibild einer bestimmten Arznei gut passen und die Ähnlichkeit gut erkannt wird..
  3. In Ihrer Praxis beträgt die Frauenquote 100 Prozent. Wie erklären Sie, dass besonders Frauen diesen Beruf ergreifen?
    Frauen haben meistens die besseren Abiturnoten und kommen daher eher zu einem Studienplatz. Der Numerus clausus für Tiermedizin liegt irgendwo um 1,4. Außerdem sind bei der reitenden Jugend ganz selten männliche Wesen dabei. Im Klassenzimmer meines Sohnes hingen bei den Mädchen Pferdebilder an der Wand und bei den Jungs Autos und Motorräder.
  4. Sie bieten in Ihrer Praxis einige seltene Behandlungsformen an, wie Goldakupunktur oder Bioresonanz. Erläutern Sie unseren Lesern, was sich dahinter verbirgt?
    Bioresonanz
    Bioresonanz ist eine Testung basierend auf Körperschwingungen.
    Der Körper gibt verschiedene elektromagnetische Schwingungen ab welche ein normales Schwingungsbild ergeben. Dieses Schwingungsbild kann durch Fremdstoffe wie z. B. Allergien, Parasiten, Belastungen, Viren, Bakterien, Mineral-Vitaminmangel etc. gestört werden.
    Mit dem Bioresonanz -Verfahren können diese Schwingungen, die das normale Schwingungsbild stören, erkannt und behandelt werden, schon bevor ein Laborbefund positiv ausfällt.

    Goldakupunktur
    Ist eine schonende schmerzlindernde Therapie, bei der unter Berücksichtigung der Akupunkturpunkte kleine, speziell angefertigte Goldstücke um das Schmerzzentrum beziehungsweise an die Akupukturpunkte implantiert werden.
    Ziel der Behandlung ist eine dauerhafte Schmerzlinderung.
    Die Therapie mit Goldimplantaten wurde in den 70er Jahren in den USA entwickelt. Hüfte, Ellbogen- Knie- und Wirbelsäulenprobleme sowie Epilepsie gehören zu den Hauptanwendungsgebieten.
    Bei Hunden, Katzen und Pferden wird die Goldimplantation seit vielen Jahren mit großem Erfolg angewendet – ebenso in der Humanmedizin.
  5. Die Urlaubszeit rückt näher. Tierhalter haben meist eingeschränkte Möglichkeiten, in Urlaub zu fahren. Was raten Sie Tierhaltern? Das Tier mitnehmen? Zu Verwandten, oder besser in ein professionelles Tierheim?
    In manche Länder am Mittelmeer oder gar nach Afrika würde ich Tiere nicht mitnehmen, da sehr viele gefährliche Krankheiten lauern.
    Es gibt viele private Tierpflegestationen mit Familienanschluss, die sehr professionell geführt werden. So haben die Tiere keinen Stress mit Flug oder tagelangen Autofahrten.