Viele Wege führen zu Gelassenheit

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Jeder hat ihn und jeder bekämpft ihn auf seine Art und Weise: Stress. Nicht nur der Job fordert Kraft ein. Mittlerweile wird auch das Privatleben von zahlreichen Terminen dominiert. Kein Wunder, dass da bisweilen die Power nachlässt. Ein ganzer Industriezweig hat es sich zur Aufgabe gemacht, Möglichkeiten anzubieten, Stress erfolgreich zu bewältigen, zu lindern oder im Bestfall zu vermeiden. Anti-Stress-Kurse, Wellnessanwendungen, Salben, Tees, Ratgeber und Konzentrationstechniken: Sie alle versprechen die erhoffte Entspannung.

Ständig unter Strom, dauernd unter Termindruck, wenig Zeit für sich selbst. Leistung bestimmt den Alltag. Das betrifft längst nicht mehr nur das Berufsleben. Auch im privaten Bereich wollen wir immer das Beste geben und allem und jedem gerecht werden. Entspannung ist da nicht vorgesehen. Doch wer sich permanent überfordert und keine Auszeiten gönnt, ist langfristig ein potenzieller Kandidat für organische oder psychische Erkrankungen. Grund genug, sich mit Möglichkeiten der Entspannung auseinanderzusetzen, bevor es zu spät ist.

Vorschläge an Entspannungsmethoden gibt es in großen Mengen. Sie reichen von Badesalzen und Teeanwendungen bis zu Techniken wie die Progressive Muskelentspannung. Die Möglichkeiten sind mindestens genauso umfangreich wie die Gründe, die Stress verursachen.

Badewonne oder Selbstgespräch

Eine besonders simple und kostengünstige Variante sich zu entspannen, ist ein heißes Vollbad gepaart mit Badesalz. In ihm abzutauchen soll sich wohltuend auf die Seele auswirken und gleichzeitig den Kreislauf anregen. Und ganz nebenbei pflegen die enthaltenen Mineralien im Badesalz die Haut, denn der Peelingeffekt sorgt für eine extra Portion Geschmeidigkeit. Badesalze sind in verschiedenen Zusammensetzungen, Duftrichtungen und Farben erhältlich. Ursprünglich im Pferdesport verwendet, ist Pferdebalsam ein hochwertiges Einreibemittel für Haut und Muskulatur des Menschen. Das in ihm enthaltene Menthol und Eukalyptus ist eine wahre Wohltat für beanspruchte Muskeln und Gelenke. Gerade bei starker sportlicher Belastung ist die kühlende Wirkung ideal und verspricht eine schnelle Entspannung und Regeneration. Innerlich lässt sich auch einiges unternehmen, um sich entspannt zu fühlen. Tee ist wunderbar geeignet, um den Körper herunterzufahren und die Sinne zu stimulieren. Der Aufguss lässt sich ideal in Kombination mit angenehmer Musik oder bei einem guten Buch genießen und entfaltet so seine entspannende Wirkung am besten. Zu empfehlen ist beispielsweise Melissentee mit Hopfen und Baldrian.

Andere Varianten der Entspannung gehen von kosmetischen und innerlichen Anwendungen weg und konzentrieren sich auf die körperliche und mentale Ebene. Die Progressive Muskelentspannung (PME) nach Jacobson beruht auf der Annahme, dass innere Anspannung, Unruhe und Stress zu Muskelverspannungen führen. Das lässt sich positiv beeinflussen, indem nacheinander unterschiedliche Muskelgruppen für fünf bis zehn Sekunden maximal angespannt und wieder entspannt werden. Die Entspannung wird von Muskelgruppe zu Muskelgruppe übertragen. Hierdurch werden weitere Entspannungsprozesse im gesamten Körper angetrieben. Unter anderem sinken der Blutdruck und Pulsschlag und die Atemfunktion beruhigt sich. Ganz anders funktioniert das Autogene Training (AT). Hier gilt es, mit eigenen suggestiven d. h. selbst beeinflussenden Kräften, körperliche und seelische Entspannung hervorzurufen. Formeln wie „Ich bin ganz ruhig und locker“ und „Mein rechter Arm ist ganz schwer“ werden sich selbst vorgesprochen. Schrittweise wendet man sich mit der Autosuggestion anderen Körperbereichen zu und erlangt so den Zustand der völligen Entspannung.

Jeder kann gezielt Einfluss auf das eigene körperliche Wohlempfinden nehmen und mithilfe verschiedener Techniken für Entspannung sorgen. Welche Methode dabei am idealsten unterstützt, muss jeder für sich selbst herausfinden. Wichtig auch dabei: sich bloß nicht stressen lassen.

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