Im Interview: Im Interview: Steuerberater Renz

Die meisten Menschen beschäftigen sich nur äußerst ungern mit Steuererklärungen und den Gesetzen dahinter. Denn die Materie ist kompliziert und Fehler können vom Gesetzgeber mit deutlichen Strafen geahndet werden. Wir haben mit Steuerberater Christoph Renz darüber gesprochen, was ihm an seinem Beruf gefällt.

  1. Herr Renz, als Steuerberater trägt man eine Menge Verantwortung. Wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen?
    Das ist bei uns gewissermaßen Familientradition, denn schon mein Vater war als Steuerberater tätig. Ich selbst habe 1995 in dieser Berufslaufbahn begonnen. Mir war von Anfang an klar, dass es ein verantwortungsvoller Beruf ist. Ich sehe das sehr positiv und bin peu à peu da reingewachsen.
  2. Die Steuerberatung umfasst viele Bereiche, wie die Unternehmensberatung oder die Lohnbuchhaltung oder andere. Welcher Bereich Ihres Berufs gefällt Ihnen am besten?
    Die gestaltende Steuerberatung im Hinblick auf zukünftige Entwicklung von Unternehmensstrukturen finde ich sehr interessant. Generell verwende ich im Schnitt einen Tag pro Woche für die Recherche und die Beschäftigung mit aktueller Literatur, weil mich dieser Bereich sehr interessiert, aber auch, um aktuelle Entwicklungen in anderen Bereichen zu verfolgen.
  3. Ein Steuerberater arbeitet immer sehr eng mit den Mandanten zusammen und erfährt oft auch sehr persönliche Dinge. Wie gehen Sie mit der Verantwortung um?
    Das stimmt. Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Mandanten, oft weiß ich mehr als der Arzt oder andere Vertrauenspersonen. Dies stärkt die Bindung zu meinen Mandanten. Als Steuerberater bin ich der Verschwiegenheit verpflichtet. Dieses Wissen über private Umstände belastet meine Arbeit daher nicht, es ist vielmehr ein motivierender Faktor, wenn man weiß, dass man die Menschen mit seiner Arbeit wirklich unterstützt.
  4. Die Steuergesetze verändern sich regelmäßig. Wie bleiben Sie und Ihre Mitarbeiter da immer auf dem neuesten Stand?
    Wie erwähnt verwende ich circa einen Tag der Woche hierfür. Die Fort- und Weiterbildung ist eine wichtige Säule meines Erfolgs. Das gebe ich auch an meine Mitarbeiter weiter. Das „deutsche Steuerrecht“ ist daher praktisch eine Pflichtlektüre für uns. Weitere Fachzeitschriften kommen hinzu, damit alle immer auf dem neuesten Stand sind. Denn im Umgang mit den Steuergesetzen sind halbe Sachen natürlich nicht möglich.
  5. Die moderne Buchführung ist heutzutage mit DATEV auch online möglich. Was sind die Vorteile und würden Sie DATEV jedem Unternehmen empfehlen?
    Ich bin mit DATEV praktisch aufgewachsen und nutze es seit sehr langer Zeit. Ich kenne die Module entsprechend gut und bin von den Vorteilen überzeugt. Digitale Buchführung mit DATEV halte ich für sehr wichtig und empfehle sie uneingeschränkt – auch wenn nicht jeder Mandant sofort überzeugt ist. Das wird sich in naher Zukunft aber ändern, denke ich. Heute wird noch mehr mit Papier gearbeitet als digital, aber wir bewegen uns definitiv in Richtung des papierlosen Büros. Ein kleiner Wermutstropfen ist das Fehlen einer zentralen Datenverwaltung in DATEV, bedingt durch den modularen Aufbau – aber wie gesagt, die Vorteile überwiegen ganz klar.