Zahnärztin Dr. Poth aus Essen-Rüttenscheid klärt auf: Fürchten Sie sich nicht vor hohen Kosten

© grki - fotolia.com

Schmerzen die Zähne, graut es vielen schnell vor hohen zahnärztlichen Kosten. Tatsächlich kann die Rechnung vom Zahnarzt immense Summen annehmen. Häufig setzen sich diese aber aus Leistungen zusammen, die die Krankenkasse in anderer Form komplett übernimmt. Informiert man sich im Vorfeld über die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen, findet man hier ein gutes Gleichgewicht.
Ganz gleich, wie weit entwickelt die heutige Zahnmedizin ist: Ohne die fachgemäße und regelmäßige Vorsorge des Patienten kann auch der Zahnarzt nur noch reparieren. Tägliches Zähneputzen und jährlich mindestens zwei Vorsorgetermine sind das Minimum. Dieser Meinung sind auch die Krankenkassen und übernehmen zwei Kontrolluntersuchungen pro Jahr – inklusive einer Zahnsteinentfernung einmal im Jahr.
Trotz umfangreicher Pflege lässt sich Karies manchmal nicht vermeiden. Doch auch hier steht Ihnen die Krankenkasse zur Seite und übernimmt Zahnfüllungen aus Amalgam im Seitenzahngebiet oder Komposit – wenn es sich um einen Frontalzahn handelt. Auf diese Füllungen gibt es dann quasi eine „Garantie“ von zwei Jahren. Sollte in diesem Zeitraum etwas mit der Füllung geschehen, muss der Zahnarzt den Fehler ausbessern und die Krankenkasse zahlt. Voraussetzung: Der Patient ist nicht selbst an dem Mangel schuld.

Wann lohnt sich der Griff in den Geldbeutel? Fragen Sie Ihren Zahnarzt

Eine der letzten Möglichkeiten stark beschädigte Zähne zu erhalten, ist die Wurzelbehandlung. Die Krankenkasse bezuschusst diese Variante jedoch nur, wenn die Zahnreihe geschlossen ist, Gegenkieferzähne vorhanden sind und der Zahn als „ noch zu retten“ eingestuft wird. Ist dies der Fall, reinigt der Zahnarzt alle Wurzelkanäle, füllt diese auf und verschließt den Zahn anschließend keimfrei.
Selbst für erfahrene Zahnärzte gestaltet es sich schwierig, alle Wurzelkanäle ausfindig zu machen – Länge und Anzahl können variieren. Die gesetzlich vorgeschriebene Variante hierfür ist die Röntgenmethode. Hier empfiehlt es sich jedoch in den eigenen Geldbeutel zu greifen und Zusatzleistungen zu erwerben. Darunter fallen z. B. die elektrophysikalisch-chemische Reinigung zur Desinfektion der Kanäle oder die elektrometrische Längenbestimmung. Die Kosten sind je nach Zahnarzt unterschiedlich. Durch die modernen Maßnahmen lassen sich spätere Probleme wie entzündete Wurzelspitzen oder erneute Entzündungen des Zahnes durch nicht sterile Wurzelkanäle besser vermeiden.
Als letzte Variante den gefüllten Zahn zu erhalten, kann eine Wurzelspitzenresektion vorgenommen werden. Dafür ritzt der Zahnarzt oder Kieferchirurg das Zahnfleisch seitlich auf und entfernt schließlich die entzündeten Wurzelspitzen. Ist das nicht von Erfolg gekrönt, gibt es für den Kassenpatienten nur noch die Möglichkeit der Extraktion.
Was anschließend mit der entstandenen Lücke passiert, sollte der Zahnarzt ausführlich mit Ihnen besprechen. Denn auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten je nach den individuellen Gegebenheiten des Patienten.

Diesen Beitrag kommentieren



Magazin herunterladen

Kostenloser PDF Download

Artikel bewerten

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...