Outsourcing – Rechnungswesen auf dem Prüfstand

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Innovationskraft und Effizienzsteigerung spielen im globalisierten Wettbewerb eine zentrale Rolle für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Outsourcing an Spezialdienstleister ist eine Massnahme, die immer häufiger auch kleine und mittelständische Unternehmen in Betracht ziehen. Externe Spezialisten erbringen die erforderlichen aber weniger wertschöpfenden Tätigkeiten in der Regel effizienter. Zudem verfügen sie durch die Spezialisierung über mehr Fachkompetenz als in-house vorhanden ist. Immer mehr Unternehmen nehmen nun auch das Rechnungswesen unter die Lupe, um Möglichkeiten zur Professionalisierung und Kostensenkung zu prüfen.

Im Falle der für ein Unternehmen weniger sensiblen Geschäftsbereiche, wie Kantinen, Reiseabteilungen und Rechtsberatung, ist Outsourcing seit Jahrzehnten der Normalfall. Der Trend zum Outsourcing setzte sich schnell fort. Inzwischen ist es üblich, dass komplette vorgelagerte Wertschöpfungsketten ausgelagert werden. Bedenken bestehen noch bei sensiblen Bereichen. Die selbständige Bilanzbuchhalterin und Expertin für betriebswirtschaftliches Rechnungswesen Jacqueline Brändlein erläutert die Gründe: „Sensible Daten, speziell Finanz- und Kundendaten, gibt man nicht ohne weiteres in fremde Hände. Da sind noch Barrieren zu überwinden“. Dabei liegen die Vorteile auf der Hand.

Konzentration auf das Wesentliche

„Bei kleinen und mittelständischen Unternehmen ist Buchhaltung Chefsache des Unternehmers. Eine reguläre Buchhhaltung, wie es sich Konzerne leisten können, gibt es meist nicht“, stellt Jacqueline Brändlein fest. „Dabei ist es gerade in KMUs essentiell, dass sich Führungskräfte im Wesentlichen auf die Weiterentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens konzentrieren“. In der Tat zeigen Umfragen der IHKs bei kleinen und mittelständischen Unternehmen, dass Verwaltungsaufgaben einen zu großen Umfang der täglichen Arbeit einnehmen. Zeit für Kreativität und wertschöpfende Tätigkeiten bleibt wenig. So sprechen einige Fakten für ein teilweises Outsourcing des Rechnungswesens: Reduzierung der Kosten, Konzentration auf das Kerngeschäft und der interdisziplinäre ganzheitliche Blick eines Externen. Spezialisierte Dienstleister haben jahrelange Erfahrung und oft Mitarbeiter mit besonderer Branchenkenntnis. Ein Wissen, das ein Unternehmen selbst mittelfristig nur schwer aufbauen kann.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Beratungsfunktion eines externen Dienstleisters: „Von außen hat man einen anderen Blick auf ein Unternehmen und man kann aufgrund der Kenntnis der finanziellen und wirtschaftlichen Entwicklung ein wertvoller Ratgeber bei unternehmerischen Entscheidungen sein“, erläutert Jacqueline Brändlein.

Fazit: Kleine und mittelständische Unternehmen sollten die Möglichkeit eines teilweisen ausgelagerten Rechnungswesens ernsthaft in Erwägung ziehen. Allerdings, betont unsere Expertin: „Das alles funktioniert nur erfolgreich auf der Basis von Vertrauen und der Mitarbeit des Unternehmers“.

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