Winterschlaf fürs Auto?

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Nach dem Leitsatz „von der Straße in die Garage“ können nur wenige ihr Auto in den Winterschlaf schicken. Damit es kein „böses Erwachen“ gibt, sind einige essenzielle Handgriffe notwendig.

Droht Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte sind Winterreifen in Deutschland Pflicht. „M+S“-Reifen gibt es als Winter- sowie als Ganzjahres- und Allwetterreifen. Beide Pneus sind zulässig. Gekennzeichnet werden Winterreifen mit einem „M+S“-Symbol, bei einigen ist zusätzlich noch ein Schneeflocken-Symbol abgebildet. Bei winterlichen Reifensündern wird ein Bußgeld fällig: Immerhin geht es darum, den Bremsweg im Winter nicht unnötig zu verlängern und 60 Euro Bußgeld sowie einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei für Reifenvergehen einzusparen. Die Profiltiefe von Reifen muss laut Gesetzgeber generell mindestens 1,6 mm betragen. Unabhängig von der Profiltiefe gilt die Empfehlung, Sommerreifen wegen der Materialalterung nicht länger als acht Jahre zu fahren; für Winterreifen gilt die kritische Grenze von sechs Jahren. Übrigens ist das Parken mit Sommerreifen ganzjährig erlaubt.

Freie Sicht in alle Richtungen: Der Autofahrer hat vor Fahrtantritt die Pflicht, alle Scheiben und Spiegel von Schnee und Eis freizumachen. Wer nicht den Komfort einer Scheibenheizung nutzen kann, kann eine externe Scheibenheizung nachrüsten. Ohne Frostschutzmittel im Winter geht nichts mehr: Die Pflicht betrifft das Füllen des Wassertanks für die Scheibenwaschanlage und gegebenenfalls die Reinigungsanlage für die Xenon-Scheinwerfer. Sicherheit vor Vereisung bietet der Türschlossenteiser. Sind Scheiben vereist oder liegt der Schnee in beängstigender Dicke auf den Scheiben kommen weitere Hilfsmittel zum Einsatz: Neben dem Eiskratzer gegen Eis und Raureif lässt sich mit einem Handfeger mit weichen Borsten der Kampf gegen den Schnee gewinnen.

Der „mobile Maßanzug“ im Winter

Eine Autowäsche im Winter in der Autowaschanlage macht durchaus Sinn und sollte ebenso regelmäßig vorgenommen werden wie im Sommer. Denn nur damit lässt sich verhindern, dass aggressives Streusalz Lack und Unterboden beschädigen. Die Trocknung gehört zur Wäsche: Dabei gilt die besondere Aufmerksamkeit den Schlössern, Türspalten und Scheibenwischern, die schnell einfrieren. Stürzen die Temperaturen bis zu fünf Grad Celsius unter den Gefrierpunkt ab, wartet man den Anstieg auf der Temperaturskala ab. Wer besonders viel für sein Auto übrig hat, verordnet ihm einen Maßanzug, der auch im Winter in Form bleibt. Eine Lackpflege-Aktion mit einem manuell aufgetragenen Qualitätswachs hält als Schutzschild bis zu sechs Monaten an. Der zusätzliche Sprühwachs aus der Waschanlage kann nur für einen trivialen Schutz sorgen.

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