Keine Wertschätzung für Pflegekräfte?
Würdevolle Arbeit erfordert Respekt für den Beruf

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Pflegekräfte üben einen anspruchsvollen Job aus: Jeden Tag gehen sie bis an ihre Grenzen, 24 Stunden Erreichbarkeit und trotzdem mehr Pflegebedürftige als Zeit. Ein positives Beispiel aus der Branche liefert die Ökumenische Sozialstation in Wörth.

2015 gab es laut dem Statistischen Bundesamt 2,9 Millionen Pflegebedürftige. Diese Anzahl nimmt allerdings aufgrund des demografischen Wandels immer weiter zu. Das führt dazu, dass die über 13.300 ambulanten Pflegedienste und über 13.500 Pflegeheime mit der Arbeit kaum hinterher kommen. Durch das steigende Alter wird zudem ein größerer Anteil an Pflegekräften gebraucht. Die Medien und öffentliche Meinungen zeichnen jedoch ein dunkles Bild des Pflegeberufs.

Die positiven Seiten des Pflegeberufs werden in der Öffentlichkeit meist verschwiegen. Eine schöne Eigenschaft ist der soziale Aspekt: Man arbeitet täglich mit vielen verschiedenen Menschen und kann ihnen zu einem selbstständigen und erfüllten Leben verhelfen. Zudem stehen jeden Tag vielseitige Aufgaben an, da diese so individuell wie die Patienten selbst sind. Sorgen um seinen Job muss man sich meist nicht machen. Die meisten Pflegeeinrichtungen sind ständig auf der Suche nach geeignetem Personal,

Mit gutem Beispiel voran

Die Ökumenische Sozialstation Hagenbach, Kandel, Wörth e.V. möchte dem negativen Bild des Pflegeberufs entgegenwirken. Als gemeinsame Einrichtung der Caritas und der Diakonie steht die patientengerechte Pflege hier an erster Stelle. Dank der Jahresbeiträge der Vereinsmitglieder ist der ambulante Pflegedienst in der Lage, Hilfeleistungen zu finanzieren, die nicht von der Pflege- oder Krankenkasse abgedeckt werden. Das spiegelt sich auch in der Pflege wider. Über 100 qualifizierte Mitarbeiter der Sozialstation arbeiten jeden Tag mit viel Begeisterung in ihrem Beruf. Bei der Betreuung der verschiedenen Pflegegrade nehmen sich die Pflegekräfte ausreichend Zeit. Das Ziel ist hier das körperliche und geistige Wohlbefinden aller Beteiligten.

Angemessene Bezahlung, wenig Stress und genügend Personal: Das findet man nicht in vielen Pflegeeinrichtungen in Deutschland. Die Ökumenische Sozialstation in Wörth kann durch ihre gute Struktur damit glänzen. Die Pflegekräfte bekommen hier eine faire Bezahlung, verbindliche Freizeittage und eine gute Möglichkeit zur Urlaubsplanung. Mehr Entspannung im Arbeitsalltag wird hier zudem wörtlich genommen: Die Mitarbeiter können sich kostenlos in den Räumen der Einrichtung massieren lassen.

Augen auf bei der Wahl der Pflegeeinrichtung

Wenn man eine geeignete Pflegeeinrichtung für seine Angehörigen sucht, sollte man genügend Zeit bei der Recherche aufbringen. Besonders sollte man auf die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte achten. So kann man sichergehen, dass die Pflegekräfte mit Spaß bei ihrer Arbeit sind. Eine gute Bewertung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen bietet hier einen klaren Anhaltspunkt: Dabei werden mehrere Kriterien bezüglich der Pflege und des Personals überprüft. Bei der Wahl der Einrichtung kann man sich daran guten Gewissens orientieren.

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